Infos, Fragen & Antworten zur Gasversorgung in Halle (Saale)

Foto: EVH

Seit geraumer Zeit steigen die Preise für Energie - und gerade für Erdgas massiv. Nicht nur die dramatischen Ereignisse in der Ukraine und die daraus folgenden Wirtschaftssanktionen, sondern auch die verstärkte Gasnachfrage durch die Erholung der Wirtschaft nach den ersten Wellen der weltweiten Corona-Pandemie haben die Gaspreise an den Handelsmärkten extrem stark und schnell in ungeahnte Höhen steigen lassen.

Die EVH hat für Sie die wichtigsten Informationen zur Gasversorgung in Halle (Saale) zusammengefasst.

An den Energiebörsen sind die Beschaffungspreise von Erdgas in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen. 

Die Ursachen für den Anstieg sind vielfältig: Ein ungewöhnlich langer Winter, niedrige Speicherstände und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach Corona stehen auf der einen Seite.

Verschärfend steht der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der voraussichtlich auch zukünftig für erhebliche Schwankungen der Preise führen kann – je nachdem wie der Verlauf des Konfliktes die Gaslieferungen nach Europa beeinträchtigt.

Die EVH hat die vertraglich vereinbarten Energiemengen für ihre Kundinnen und Kunden bei Großhändlern beschafft. Es gibt hierbei keine direkten Verträge mit bestimmten Gasproduzenten und es bestehen keine Lieferverträge zwischen der EVH und Russland.

Die Energiewirtschaft beobachtet die Situation sehr genau und ist in ständigem Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium. Die Bundesregierung verhandelt im Rahmen der EU die Vorgehensweise in Bezug auf die Gasversorgung. Benötigt werden neue Strategien und ein starker europäischer Verbund, um die Gasversorgung auf neue Füße zu stellen. 

Auch die EVH blickt mit zunehmender Sorge auf die Preisentwicklung im Energiemarkt. Die Folgen der Krise haben einen starken Einfluss auf die Energiebeschaffung und damit auf die Preisbildung. Der Konflikt in der Ukraine ist ein essentieller Faktor der den Gaspreis stark beeinflusst und erhöht - insbesondere dann, wenn weniger Gas aus Russland geliefert wird. 

Sollte der unwahrscheinliche Fall einer Gasmangellage eintreten, tritt ein Plan auf nationaler Ebene für Deutschland in Kraft. Halle ist ein Teil dieses nationalen Planes. Haushaltkunden und Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser sind durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt. Das bedeutet, dass die Bereitstellung von Gas und Fernwärme für Haushalte in jedem Fall gesichert wird. 

Gaspreise werden zum 1. Juni angehoben / Strompreise sinken zum 1. Juli

Der EVH Energie- und Zukunftsspeicher bei Nacht beleuchtet. Foto: Agentur Kappa/Adrian Groß

Von der aktuellen globalen Energiepreisentwicklung sind alle deutschen Energieversorger betroffen. Die Strom- und Gaspreise an den Handelsmärkten erreichen seit Monaten Höchstwerte. Die EVH GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, kann dennoch die Fernwärmepreise für 2022 stabil halten. Das ist wichtig, weil mehr als die Hälfte der halleschen Wohnungen mit Fernwärme beheizt wird. Im Erdgasbereich kommt die EVH um eine Anpassung der Preise bei den HALPLUS-Produkten und in der Grundversorgung nicht umhin. Durch langfristigen, strategischen Einkauf von Energie war es der EVH zuvor über die gesamte Heizperiode 2021/22 möglich, die Erdgaspreise auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau zu halten. Im Gegenzug sinken ab 1. Juli 2022 die Strompreise bei der EVH.

Gründe für die Preisexplosion an den Energiemärkten waren die weltweit steigende Nachfrage nach Erdgas nach dem kälteren Winter 2020/21 und der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie. Das treibt seit Monaten die Gaspreise in Europa in die Höhe. Die Energiebeschaffung und die Preisentwicklung im Energiemarkt wird seit Februar 2022 zudem stark von den Folgen des Krieges gegen die Ukraine getrieben. Dieser ist ein essentieller Faktor, der den Gaspreis stark beeinflusst und erhöht. Für Ankäufe auf Termin hat sich Erdgas um bis zu 700 Prozent in der Beschaffung am Handelsmarkt erhöht, in der Ad hoc-Beschaffung schwanken die Erhöhungen sogar zwischen 1.000 und 3.000 Prozent.

Anpassung der Erdgaspreise zum 1. Juni 2022

Die EVH erhöht die Erdgaspreise für die Grundversorgung sowie die variablen HALPLUS-Produkte um 4,54 ct/kWh (netto) bzw. 5,40 ct/kWh (brutto). Die Grundpreise bleiben konstant. Bei einem Jahresbedarf von 7.000 kWh (durchschnittlicher Bedarf einer 70 Quadratmeterwohnung) sind dies ca. 189 € für das restliche Jahr 2022.

Mit der Preiserhöhung erst zum 1. Juni 2022 ist es der EVH gelungen, die Erhöhung in die Nicht-Heizperiode zu schieben, so dass die Mehrkosten für 2022 in Verbindung mit der Energiepreispauschale der Bundesregierung für die halleschen Haushalte gedämpft bzw. kaum spürbar sind.

National und international gehen die Bestrebungen dahin, sich schnellstmöglich unabhängig von russischer Energielieferung zu machen. Das kann sich auch in weiteren Preiserhöhungen widerspiegeln. Ein mögliches Ausbleiben russischer Erdgaslieferungen würde zudem ebenso zu Veränderungen im Preis führen.

Strompreise sinken ab 1. Juli 2022

Ab 1. Juli 2022 sinken die Strompreise für die Grundversorgung sowie alle HALPLUS-Tarife um 3,72 ct/kWh (netto) bzw. 4,43 ct/kWh (brutto). Die Senkung ist eine Folge des Aussetzens der Erneuerbare-Energien-Umlage. Für einen Kunden mit 1.800 kWh Jahresbedarf bedeutet dies eine Entlastung von zirka 80 Euro im Jahr.

Mehr Infos

Sicherlich haben Sie viele Fragen zur aktuellen Gasversorgung in Halle (Saale). Mehr Infos erhalten Sie auf der Internetseite der EVH unter evh.de/energiemarkt.


Die FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft ist Teil der Energie-Initiative Halle (Saale)

Wärme bleibt sicher und bezahlbar!

Die Energie-Initiative Halle (Saale) ist ein Bündnis wichtiger gesellschaftlicher Partner, um die Energiewende vor Ort in Halle umzusetzen. Sie trägt gleichzeitig dazu bei, das Energie- und Klimapolitische Leitbild der Stadt Halle (Saale) mit Leben zu erfüllen und ist mehrstufig aufgebaut.

Einen ersten wichtigen Schwerpunkt bildet die Modernisierung der Fernwärmeversorgung. Damit setzt Halle (Saale) als eine der ersten Kommunen bundesweit das KWK-Gesetz um. Und: Die Partner aus Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Industrie, Forschung und Energiewirtschaft bekennen sich dazu, auch in Zukunft auf Fernwärme zu bauen und unterstützen den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das ist bisher einzigartig in Deutschland.

Über das neue Bündnis und eine damit verbesserte Kooperation wichtiger Partner in Halle, sollen die Klimaschutzziele der Stadt Halle (Saale) mit einer Fülle von praktischen Projekten Schritt für Schritt umgesetzt werden. Damit setzt Halle (Saale) ein Zeichen: Die Zukunft der Energieversorgung vor Ort wird strukturell und technisch weiterentwickelt und für die nächsten 15 Jahre im Sinne der Energiewende umweltschonend gesichert.

Neben der deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen, der Modernisierung der KWK-Technologie werden darüber hinaus die Bürger mit einem innovativen Photovoltaik-Park beteiligt.

Ein weiteres Plus für die Hallenser: Dank des bestmöglichen Primärenergiefaktors von 0,00 muss im Rahmen der Energieeinsparverordnung (ENEV) weniger im Gebäudebestand gedämmt werden. Das macht Mietpreise stabil.

Unser Ziel: Energie in Halle (Saale) soll nachhaltig sicher, zuverlässig, umweltfreundlich und bezahlbar sein.

Mehr Infos hier!


"Versorgung der Haushalte in Sachsen-Anhalt bleibt gewährleistet", sagt Energieminister Willingmann

Die Bundesregierung hat am 30.03.2022 vorsorglich die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen, um die Versorgungslage in Deutschland genauer zu beobachten.

Dazu erklärte Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Mittwoch: „Das Ausrufen der Frühwarnstufe des Notfallplan Gas durch die Bundesregierung ist zunächst eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es geht darum, die Versorgungslage genauer zu analysieren. Nach unseren Informationen laufen die Gasflüsse aus Russland bislang unverändert weiter, die Gasspeicherstände entsprechen weitgehend den für Beginn des Frühlings normalen Werten – sowohl in Sachsen-Anhalt als auch deutschlandweit." Es sei auch richtig, dass die Bundesregierung auf die vertraglich festgelegte Bezahlung der Gaslieferungen weiter bestehe, betonte der Energieminister. „Der russische Präsident Putin führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in der Ukraine, der seitens des Westens scharf sanktioniert werden muss. Insofern kann der Westen nicht die eigenen Sanktionen unterlaufen, in dem er, wie von Russland gefordert, Gaslieferungen künftig in Rubel bezahlt", erläuterte Willingmann. "Daher begrüße ich es ausdrücklich, wenn die Bundesregierung jetzt weitere Vorkehrungen trifft, um im Zweifelsfall auf rückläufige Gaslieferungen aus Russland vorbereitet zu sein."

Mit Blick auf mögliche Versorgungsengpässe durch rückläufige Gaslieferungen aus Russland betonte Willingmann: "Die Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Sachsen-Anhalt bleibt gewährleistet, auch wenn sich die Versorgungslage Deutschlands mit Gas verschlechtert. Das sieht der Notfallplan Gas des Bundes ausdrücklich vor." Ein russischer Lieferstopp wäre aller Voraussicht nach jedoch mit Konsequenzen für die Wirtschaft verbunden. "In diesem Fall dürften betroffene Unternehmen – sowohl in Sachsen-Anhalt als auch andernorts – seitens der Bundesregierung nicht alleine gelassen werden", erklärte Willingmann. "Gerade energieintensive Branchen wie die Chemie- oder Glasindustrie in Sachsen-Anhalt benötigen große Mengen Erdgas. Lieferengpässe hätten insoweit empfindliche Auswirkungen auf die Produktion."

Aktuell sind die Gasspeicher in Sachsen-Anhalt zu 33,85 Prozent gefüllt, deutschlandweit liegt der Füllstand bei 25,04 Prozent (Stichtag: 23.03.2022). Die aktuellen Speicherstände entsprechen saisonal normalen Werten. Im Landes- und Bundesdurchschnitt hat die Einspeicherung von Gas begonnen, viele Speicher werden bereits wieder befüllt, nur in Einzelfällen wird noch ausgespeichert. "Auch wenn aktuell ausreichend Gas zur Verfügung steht, möchte ich dafür werben, wo immer es geht, Energie einzusparen", betonte Willingmann. "Jede eingesparte Kilowattstunde Gas trägt zur Versorgungssicherheit bei."

Der Notfallplan Gas kennt drei Eskalationsstufen – die Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe. Die Frühwarnstufe ist gemäß Artikel 11 Abs. 1 der europäischen SoS-Verordnung dann auszurufen, wenn es konkrete, ernst zu nehmende und zuverlässige Hinweise darauf gibt, dass ein Ereignis eintreten kann, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage sowie wahrscheinlich zur Auslösung der Alarm- bzw. der Notfallstufe führt. Erst wenn die Notfallstufe im Rahmen erheblicher Versorgungsengpässe ausgerufen wird, kann der Fall eintreten, dass Großkunden aus der Industrie keine Gaslieferungen oder reduzierte Mengen erhalten, damit Haushalte weiterhin mit Gas versorgt werden können.


Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale im Überblick

Heizung

  • Räume auf nicht mehr als 20°C heizen
  • Raumheizung bei längerer Abwesenheit unterbrechen
  • mit elektronischen Heizkörperthermostaten die Raumtemperatur programmieren und exakter einstellen
  • Wärmeverluste durch kurzes Stoßlüften reduzieren
  • wenn Möbel vor Heizkörpern oder Außenwänden - dann mit Abstand platzieren, damit Luft dazwischen zirkulieren kann
  • Rollläden und Vorhänge reduzieren den Wärmeverlust von Fenstern

Warmwasser

  • Duschen mit begrenzter Dauer statt Vollbad nehmen
  • Sparduschköpfe reduzieren den Wasserdurchfluss um bis zu 50 Prozent

Strom

  • Kühl- und Gefrierschrank nicht neben einer Wärmequelle wie Herd oder Heizkörper und nicht an Standort mit direkter Sonneneinstrahlung platzieren
  • Kühlschrank auf +7°C, Gefrierschrank -18°C einstellen. Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von Lebensmitteln: www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de  
  • Sparprogramme beim Geschirrspülen und Wäschewaschen nutzen
  • Statt Wäschetrockner: Wäsche im Freien trocknen
  • Computer in längeren Pausen ausschalten und vom Stromnetz trennen
  • Monitor auf Eco-Modus stellen
  • ein einfacher Office-PC verbraucht weniger als ein Gaming PC
  • nicht benötigte Funktionen des Routers deaktivieren.
  • Router nachts ausschalten
  • Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch des Fernsehers: 65 Zoll verbrauchen ca. doppelt so viel wie 55 Zoll
  • Fernseher im Eco-Modus und Auto-Stand-By beim Fernseher verwenden

Bei Fragen zum Energiesparen in den eigenen vier Wänden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de oder bundesweit kostenfrei unter 0800 – 809 802 400.

 

Große Steinstraße 8 | 06108 Halle (Saale)

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(0345) 53 00 - 181


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Dienstag 09.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch 09.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag 09.00 - 16.00 Uhr
Freitag* 09.00 - 13.00 Uhr

*Bitte beachten Sie unsere Betriebsferien am 27.05.2022.

Persönliche Termine sind nur nach individueller Vereinbarung möglich!

Anfahrt:

Tram Alle Linien Richtung Markt
Ausstieg Marktplatz/Joliot-Curie-Platz

Parken:

Vor dem Eingang unseres Wohn- und Spargeschäftes befindet sich ein Behinderten-Parkplatz. Weiterhin können Sie anliegende Parkmöglichkeiten (z. B. am Hansering, Ritter- oder Opernhaus) nutzen.

Für unsere Abteilung Hausbewirtschaftung suchen wir ab dem 01.10.2022 Verstärkung durch

eine Immobilienkauffrau/einen Immobilienkaufmann (m/w/d)

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Seit 2014 arbeiten wir verstärkt an unserer Servicequalität und werden dafür regelmäßig mit dem Q-Siegel der Stufe II ausgezeichnet.

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