Genossenschaft |
29.05.2018 12:00 Uhr

Vorgärtnern wurde belohnt

...Danke für den grünen Daumen!

Bereits seit Jahren setzen unsere VorgärtnerInnen ihren grünen Daumen für ein schöneres Wohnumfeld ein. Dafür luden wir sie am 25. Mai 2018 zu einem ganz besonderen Tag ein. Diesen hat Denise Filz, unsere dipl. Landschaftsarchitektin und Frau für's Grüne natürlich begleitet.

Ein Rundgang im Amtsgarten Halle bei bestem Wetter © FZWG
Ein Rundgang im Amtsgarten Halle bei bestem Wetter © FZWG
Die bezaubernde Blüte des Tulpenbaums © FZWG
Die bezaubernde Blüte des Tulpenbaums © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG

Oft wandeln wir durch die Straßen und nehmen selten wahr, dass mit viel Liebe zum Detail Vorgärten gepflegt und gehegt werden. So war und ist es für uns an der Zeit dies zu ändern! Mit unserer Aktion „Vorgärtnern wird belohnt“ ehren wir einmal jährlich unsere Mitglieder, die bereits einen Vorgarten pflegen und hoffen natürlich auch, andere Mitglieder dazu zu bewegen, einen eigenen Vorgarten zu einem kleinen grünen Idyll zu machen.

Ein sauberer und individueller Hauseingangsbereich stärkt eben nicht nur die Zugehörigkeit zu unserer Genossenschaft, sondern zeugt auch von Kreativität. So ist es uns besonders wichtig, dass unsere Nutzer eigenverantwortlich und individuell zu ihrem Wohnumfeld beitragen können und den Genossenschaftsgedanken leben. An unserem Aktionstag werden wir mehr über unsere aktuellen VorgärtnerInnen und natürlich die Geschichte des Amtsgartens erfahren.

Ein Vorgartenpflege-Vertrag ist schnell abgeschlossen, so beinhaltet er lediglich eine kurze Vereinbarung über den genauen Ort des Vorgartens, die monatliche Aufwandsentschädigung und weitere Informationen. Sobald dieser unter Dach und Fach ist, kann es auch schon losgehen!

Teil 1 | Reichardts Garten

Der ehemalige Privatgarten des Komponisten Johann Friedrich Reichardt wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Durch die zahlreichen berühmten Gäste Reichardts (darunter Goethe, Novalis und Brentano) wurde das Anwesen weit über die Grenzen hinaus als „Herberge der Romantik“ bekannt. Das Charakteristische des Gartens liegt in seinem Netz aus verschlungenen Wegen und Treppen, die an zahlreichen Denkmälern vorbeiführen.

Im Jahre 1794 erwarb Johann Friedrich Reichardt (1752 - 1814), königlich-preußischer Kapellmeister unter Friedrich II., im Ort Giebichenstein das "Kästnersche Gut". Der Gartensaal des Wohngebäudes, das sogenannte "Giebichensteiner Dichterparadies", entwickelte sich bald zum Treffpunkt bedeutender Dichter und Gelehrter.

Das 2 Hektar große Gelände wurde im Stil eines Englischen Landschaftsparks gestaltet in Anlehnung an das Gartenreich Wörlitz, was Reichardt außerordentlich bewunderte. Er umfasste einen Tal-Garten mit sonnenbeschienenen Wiesen und einem Gemüsegarten sowie einen Berggarten für die Anzucht von einheimischen und fremdländischen Gehölzen und Stauden.

Nach dem Tode Reichardts wechselte das Anwesen einige Male den Besitzer, bis es 1902 durch den Erwerb der Stadt Halle in einen öffentlichen Park umgewandelt wurde. In diesem "Bürgerpark" ließ der damalige Gartendirektor Emil Berckling neue Wege und Pflanzungen anlegen, die bis heute das landschaftliche Erscheinungsbild prägen. Zum bemerkenswerten Altbaumbestand zählen auch dendrologische Besonderheiten, wie Französischer Ahorn, Trompetenbaum und Urwelt-Mammutbaum.

Zur Erinnerung an den Schöpfer des Gartens, Johann Friedrich Reichardt, und an die "Herberge der Romantik" wurden an verschiedenen Parkeingängen "Erinnerungstafeln" aufgestellt. Das einstige Wohnhaus Reichardts an der Seebener Straße steht heute nicht mehr, es musste im Jahr 1903 dem Straßenausbau weichen.

Quelle: www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de/de/gartentraeume-parks/reichardts-garten-halle

Unser Rundgang in Reichardts Garten © FZWG
Unser Rundgang in Reichardts Garten © FZWG
Reichardts Garten © FZWG
Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Es gab viel Neues über Reichardts Garten zu erfahren © FZWG
Es gab viel Neues über Reichardts Garten zu erfahren © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Zu Besuch in Reichardts Garten © FZWG
Ein Garten für Dichter und Denker © FZWG
Ein Garten für Dichter und Denker © FZWG
Auch der Tulpenbaum ist hier zu finden © FZWG
Auch der Tulpenbaum ist hier zu finden © FZWG
Die bezaubernde Blüte des Tulpenbaums © FZWG
Die bezaubernde Blüte des Tulpenbaums © FZWG

Teil 2 | Amtsgarten

In unserer 2. Station, unmittelbar an der Burg Giebichenstein gelegen, betraten wir den Amtsgarten. Ein wenig versteckt, zählt diese Gartenanlage zu den ältesten im Stadtgebiet. Hätten Sie gewusst, dass seine Entstehung bis in die Barockzeit zurückreicht? Nach 1740 haben wir dem dem Amtmann Johann Christoph Ochs von Ochsenstein diese kleine Oase zu verdanken. Unsere VorgärtnerInnen hatten auch hier Einiges zu bewundern. Luden doch die thematisch unterschiedlich gestalteten Terrassengärten mit Rhododendron, Rosen und Zierblumen uns ein, länger zu bleiben. Auch einige wertvolle alte Bäume und Arten wie Ginkgo, Lederhülsenbaum und Schnurbaum fand unser nun geübtes Auge schnell. Die reizvollen Ausblicke ins Saaletal genossen wir vom Römerberg aus - am besten natürlich bei einer leichten Brise.

Als prächtiger Barockgarten kennzeichnet diesen Garten die streng rechtwinkligen Wegeachsen und Alleen nebst Springbrunnen. Die terrassierten Hangpartien um den Römerberg wurden geprägt von seltenen Gehölzen, an der Burg gab es einen Obst- und Gemüsegarten. Besonders zu Kriegszeiten hatte der Garten so eine wichtige Bedeutung erhalten.

Die Umgestaltung des zuvor durch ein Saalehochwasser in weiten Teilen überschwemmten und zerstörten Gartens erfolgte nach 1773 unter Amtmann Heinrich Remigius Bartels und seinem Sohn im landschaftlichen Stil. Als Vorbild dienten die Wörlitzer Anlagen und Goethes Garten in Weimar. Der Landschaftspark, bereichert durch Teiche, Grotten, verschwiegene Plätze und Freundschaftsurnen, stand mit dem benachbarten Reichardts Garten in harmonischem Einklang.

Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb die Stadt Halle sowohl die Burg als auch den Garten und ließ ihn von Grund auf erneuern. Die Römerbergkuppe wurde gesprengt, neue Wege und Treppen angelegt. Das Areal des Schwanenteichs, die heutige "Amtswiese", wurde verfüllt und begrünt. Am terrassierten Südhang des Römerbergs entstanden Themengärten. Diese und der Aussichtpunkt auf dem Römerberg wurden in den 1990er Jahren wiederhergestellt.

Quelle: www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de/de/gartentraeume-parks/amtsgarten-halle

Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Duftende Blumen wohin man sieht © FZWG
Duftende Blumen wohin man sieht © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Im Amtsgarten gibt es viel zu entdecken © FZWG
Im Amtsgarten gibt es viel zu entdecken © FZWG
Ein Rundgang im Amtsgarten Halle bei bestem Wetter © FZWG
Ein Rundgang im Amtsgarten Halle bei bestem Wetter © FZWG
Ein Blick auf den Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Ein Blick auf den Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG
Der Amtsgarten in Halle (Saale) © FZWG

Nach diesem lehrreichen Spaziergang entführten wir unsere Mitglieder wie versprochen zu Kaffee und Kuchen in das Objekt 5. Dabei kamen alle schnell ins Gespräch, tauschten ihre kleinen Gartengeheimnisse aus und verabredeten sich für ein Wiedersehen. Ja liebe VorgärtnerInnen, dies war erst der Anfang! Die gesammelten Ideen wie Rabeninsel, die Heide oder auch eine Dampferfahrt auf der Saale, haben uns sehr gefreut. Nun werden wir sehen, wohin es uns Gärtner im nächsten Jahr verschlägt. 

Unsere Frau für's Grüne

Lesen Sie dazu einen Auszug aus unserer Chronik aus dem Jahre 2014:

Als „Frau fürs Grüne“ kam Denise Filz im Mai 1998 zur Genossenschaft. Die Umgestaltung des Wohnumfeldes sowie die Freiflächenpflege sind seither ihr Metier. 1999 bis 2002 waren die Jahre, in denen wir verstärkt und parallel zum beginnenden Abriss, aber auch in den gewachsenen Wohnvierteln das Umfeld in unseren Beständen gestalteten“, erinnert sie sich im Gespräch. „So waren es zunächst Bereiche auf der Silberhöhe, dann kam die Frohe Zukunft hinzu: Gaußstraße, Eythstraße, Philipp-Reis-Straße, die Dessauer Straße oder der Landrain - überall entstanden neue Eingangsbereiche, Fußwege, Müll-, Park- und Wäscheplätze. Übrigens immer im selben Stil und mit sehr schöner, harmonischer Bepflanzung, oft in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Planerzirkel H. G. Kleymann.“

Arbeiten in der Südstadt schlossen sich an, „erst die Südstadt I mit der Paul-Suhr-Straße, Warschauer Straße, Murmansker und Kiewer Straße, dann die Südstadt II mit der Mannheimer und Kattowitzer Straße mit besonderem Augenmerk auf Müllplätze, die nach ihrer Umgestaltung eine rankende Bepflanzung bekamen. Außerdem wurden auch hier Wäscheplätze gebaut und Fahrradständer, wo immer es möglich war.“

Denise Filz ist unser wandelndes Kompendium, wenn es um die Veränderungen an den Wohnstandorten unserer Genossenschaft geht. Sie verweist auf überaus gelungene Vorhaben wie den Umbau der Kattowitzer Straße 4 zu einem Haus Inselblick für Senioren. Und sie freut sich besonders über den gestalteten Inselbalkon davor, der ein „raus aus dem Haus“ für seine Bewohner gewährleiste, „mit diesem herrlichen Blick hinüber zur Rabeninsel.“

Kattowitzer Straße 4 © FZWG
Kattowitzer Straße 4 © FZWG

Der Übergang zum Einkaufszentrum mit einer barrierefreien Rampenanlage entstand in Gemeinsamkeit mit der Stadt Halle und gemeinsam übergaben wir diesen im Juli 2014.

Fährt man durch unsere Wohnstandorte ist unübersehbar: Überall ist diese persönliche „Filz“-Handschrift in den Anlagen unserer Genossenschaft ablesbar, etwa in der Rigaer Straße 7/8, wo im Hof ein trefflich gestaltetes Areal mit Spielplatz, Regenwasserteich und Steg entstand.

Überall sind es diese besonderen Ideen, die sich heute so wohltuend aus dem normalen Einerlei rund um Mehrfamilienhäuser in den Wohngebieten abheben: Ob geschwungene Wege und Bänke im Innenhof der Ufaer Straße 5 - 8 oder ein Spielbereich mit Sitzgruppe in der Kiewer Straße 2/4. Die Liste beispielhafter Landschaftsgestaltungen ist lang.

20 Jahre hat unsere Denise Filz maßgeblich dazu beigetragen, sie kennt die Wohngebiete, die Häuser, ihre Geschichte und den Wandel wie ihre eigene Westentasche – und so auch fast jeden Baum und jeden Strauch. Wer kann das schon von sich sagen?

 

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