Genossenschaft |
28.08.2023 08:00 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Unsere GRABUNGSSTAEDTE

Am Sonntag, 10. September 2023 findet deutschlandweit wieder der Tag des offenen Denkmals statt. Das Kunstwerk der FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft ist dabei eines der Denkmale aus Halle (Saale). Gemeinsam mit der Künstlerin Dagmar Schmidt laden wir Sie recht herzlich dazu ein.

Zeit: 14:30 - 16:00 Uhr
Ort: Erich-Kästner-Straße, 06128 Halle (Saale)

Talent Monument
Gespräch in der Grabungsstaedte

„Wer die Vergangenheit kennt, kann sie in Zukunft verwandeln.“ Gianni Versace

In einem Ort wie der Silberhöhe scheint sich so gar kein Bezug zur
glitzernden Modewelt herstellen zu lassen. Oder doch? Darum soll das
Gespräch kreisen, wie auch um den Begriff „Frohe Zukunft“ – als Stadtteil von Halle, als Namensteil der Eigentümerin der Grabungsstaedte und eine ehemalige
Jugendhaftanstalt, die im Werk von Marcus-Andreas Mohr eine Rolle spielt. Marcus-Andreas Mohr ist Fotograf und Medienkünstler, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V. und Botschafter für das „Zukunftszentrum für deutsche Einheit und europäische Transformation“ – die neu geschaffene Bundesinstitution, die in Halle angesiedelt wird. Es wird darüber zu sprechen sein, was Halle erwartet, was es sich von der Verortung in Halle verspricht. Was bedeutet es für die Stadt, für die Menschen hier, was für die Bildende Kunst?

Im Gespräch:
Marcus-Andreas Mohr, Fotograf und Medienkünstler, Halle (Saale)
Dagmar Schmidt, Künstlerin Grabungsstaedte, Langenhagen
und Gäste

Die Natur erobert die Grabungsstaedte. © FZWG
Die Natur erobert die Grabungsstaedte. © FZWG
Das Schlafzimmer mit Grundriss-Puzzle. © FZWG
Das Schlafzimmer mit Grundriss-Puzzle. © FZWG

Virtueller 360°-Rundgang

Kurzfilm mit filigranen Details & atemberaubenden Totalen

Die Bodeninstallation GRABUNGSSTAEDTE ruft vielfältige Assoziationen hervor, was auch die andauernde Künstlerischen Rezeptionsforschung im Kunstwerk ermittelt hat. Aus den Grundmauern eines sechsstöckigen Wohngebäudes in Plattenbauweise hervorgegangen, simuliert das Kunstwerk ebenerdig ein typisches Wohngeschoss dieser industriellen Fertigungsmethode mit großen Modulen, wieder möbliert mit Möbeln aus dem gleichen Baustoff wie das Bauwerk selbst. GRABUNGSSTAEDTE bildet eine historische Wohnform ab und konserviert diese für die Zukunft. Ihre Erscheinung suggeriert archäologische Grabungsstätte, Sukzessionsfläche, Museum und Spielplatz in einem.

Ende der 70er Jahre wurden im Stadtgebiet Silberhöhe die charakteristischen Plattenbauten errichtet, Wohnungen für die Beschäftigten in den Großbetrieben, z. B. im nahegelegenen BUNA und LEUNA.

In den Wendejahren zogen viele Menschen und Familien fort. Seither standen viele Wohnungen leer und unsere Genossenschaft entschied sich in jenen Jahren dazu, als erstes Wohnungsunternehmen in Halle (Saale) unbewohnte Wohnblöcke rückzubauen oder abzureißen.

Der Plattenbautyp P2 wurde zwischen den 1960-90er Jahren über eine Million Mal errichtet und ist dadurch eng mit der DDR-Geschichte und deren Bürger*innen verbunden. Ein Kulturgut, das für nachwachsende Generationen erhalten und erlebbar gehalten werden sollte. So die Meinung der Künstlerin Dagmar Schmidt.

Dagmar Schmidt nahm mit unserer Genossenschaft Kontakt auf, um ihr künstlerisches Konzept vorzustellen. Den Inhalt des Konzeptes für ein rückgebautes Wohngebäude geben wir kurz in 5 Punkten wieder.

  • Rückbau eines P2 Plattenbaus bis auf Erdgeschossniveau.
  • Wohnungen und Wohnräume inklusive der charakteristischen Möbel in Beton authentisch begehbar nachgestalten.
  • Der Natur wird freien Lauf gelassen, um sich den Boden Stück für Stück und über Jahre oder Jahrzehnte zurückzuholen.
  • Die Genossenschaft erfüllt die Sicherungspflichten und entfernt nur potentielle Gefahrenquellen aus dem Kunstwerk.
  • Das Kunstwerk darf nicht nur angesehen, sondern auch betreten werden (Auf eigene Gefahr!).

Das Konzept überzeugte, so dass das Projekt 2005 realisiert und nach Fertigstellung mit dem mfi Preis Kunst am Bau ausgezeichnet wurde. Die Fachjury äußerte sich wie folgt:

„Die Skulptur „Grabungsstaedte“ zeigt eine ungewöhnliche Verbindung von Kunst und Bau, denn sie formt den Abriss des Bauwerks um und fixiert es in seiner historischen und sozialen Dimension. Dabei öffnet die Künstlerin das ursprünglich Private – den Wohnraum – der Öffentlichkeit, während die umliegenden Häuser für den Betrachter verschlossen bleiben. Durch die Möglichkeit des Begehens macht sie die Historie des Standortes für den Menschen direkt erfahrbar und erhält gleichzeitig Erinnerungsspuren an das Wohnen in Gebäuden des industriellen Wohnungsbaus.“ (mfi Preis Kunst am Bau 2006)

Diese Preisverleihung führte zu einer breiten nationalen und internationalen Rezeption des Kunstwerks und der dahinterstehenden sozialgeschichtlichen Thematik und machte die Grabungsstaedte zu einem Bild für den Stadtumbau. Die Bildende Künstlern Dagmar Schmidt, ist freischaffend tätig und bearbeitet die verschiedensten Aspekte von Kunst im öffentlichen Raum und am Bau. Die Kunst im Stadtumbau spielt dabei eine hervorgehobene Rolle, u.a. in den Arbeiten für die Projektgesellschaft mbH am Bauhaus Dessau, für das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und für die Landeshauptstadt Magdeburg, mit einem Projektstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt sowie einer Projektförderung der Stiftung Kunstfonds Bonn.

Das Wohnzimmer. © FZWG
Das Wohnzimmer. © FZWG
Das Badezimmer. © FZWG
Das Badezimmer. © FZWG
Stahlbeton © FZWG
Stahlbeton © FZWG

Grundmauern/Plattenbaurest des Bautyps P2 von 1984, zwischen den 1960-90er-Jahren über eine Million Mal errichtet, seit 2005 Kunstwerk GRABUNGSSTÄDTE (Künstlerin Dagmar Schmidt, Langenhagen), wieder möbliert mit Möbeln aus Beton. Künstlerische Rezeptionsforschung der Aneignungsprozesse. Archäologische Grabung 2015/16 des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Universität Halle als methodische Grundlagenforschung.

 

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