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Die kommunale Wärmeplanung in Halle (Saale)

Genossenschaft | 25.09.2025 08:48 Uhr

Die kommunale Wärmeplanung in Halle (Saale)


Die Wärmeversorgung in Deutschland soll langfristig treibhausgasneutral werden. Auch in Halle (Saale) werden Gebäude derzeit mit unterschiedlichen Energieträgern beheizt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer kann es daher sinnvoll sein, sich frühzeitig mit der künftigen Wärmeversorgung zu befassen.


Die Stadt Halle (Saale) erarbeitet gemeinsam mit der Energie-Initiative Halle (Saale), wobei die FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG dazugehört, eine kommunale Wärmeplanung. Sie bietet Orientierung zu möglichen Versorgungswegen und unterstützt dabei, individuelle Maßnahmen rechtzeitig vorzubereiten.

Wärmeversorgung – Wie heizen wir in Zukunft?

Der kommunale Wärmeplan gibt Orientierung, welche Wärmeversorgungsoptionen in den einzelnen Stadtgebieten grundsätzlich infrage kommen. In der Nähe eines bestehenden oder geplanten Wärmenetzes kann Fernwärme eine geeignete Lösung sein. Für Ein- und Zweifamilienhäuser kommt insbesondere eine individuelle Versorgung mit einer Wärmepumpe infrage.

Der WärmeAtlas gibt Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern einen ersten Überblick über mögliche Fernwärmeanschlüsse und individuelle Wärmeversorgungsoptionen. Die konkrete Anschlussmöglichkeit wird anschließend im Einzelfall geprüft.

Netzinfrastruktur – Wie entwickeln sich die Netze?

Die Netzinfrastruktur wird auf Grundlage der kommunalen Wärmeplanung schrittweise weiterentwickelt. Vorgesehen ist, bestehende Fernwärmegebiete zu verdichten und weitere Bereiche auf ihre Eignung für einen Ausbau zu prüfen.

Ob und wann ein einzelner Anschluss möglich ist, wird jeweils im Einzelfall bewertet. Der Wärmeplan berücksichtigt außerdem den zusätzlichen Strombedarf, der durch individuelle Lösungen wie Wärmepumpen entstehen kann.

Der dafür erforderliche Ausbau des Stromnetzes wird schrittweise geplant und umgesetzt. In Gebieten, in denen Fernwärme ausgebaut werden soll, wird geprüft, wie das Gasnetz künftig genutzt werden kann.

Anpassungen oder ein teilweiser Rückbau erfolgen gebietsbezogen und auf Grundlage der weiteren Planung. Sollten sich für ein Gebiet Änderungen bei der Gasversorgung abzeichnen, informiert die EVH die betroffenen Kundinnen und Kunden rechtzeitig über das weitere Vorgehen.

Welche Energie wird genutzt?

Derzeit wird vorwiegend mit Gas geheizt. Gas übernimmt oft eine flächendeckende Grundversorgung, während Fernwärme insbesondere in dichter bebauten oder industriellen Bereichen bevorzugt eingesetzt wird.

Wärmeerzeugung – Welche Energiequellen gibt es?

Die Solarthermieanlage in Halle-Trotha und die Power-to-Heat-Anlage im Energiepark Dieselstraße speisen Wärme in das hallesche Fernwärmenetz ein.

In enger Kooperation mit der EVH GmbH als kommunalem Energieversorger der Stadt Halle (Saale) werden für die Weiterentwicklung der Wärmeerzeugung unterschiedliche Technologien betrachtet. Dazu gehören unter anderem Abwärmenutzung, Geothermie und verschiedene Wärmepumpen.