Genossenschaft |
09.01.2020

Wissenswertes zum Wohngeld

Das neue Wohngeldstärkungsgesetz

Zum 1. Januar 2020 trat das sog. Wohngeldstärkungsgesetz in Kraft. Doch was diese Wohngeldreform konkret bedeutet und wer davon betroffen ist, wissen viele nicht. Deshalb möchten wir Ihnen dabei helfen, festzustellen, ob Sie wohngeldberechtigt sind und haben hierzu einige hilfreiche Fakten und Infos zusammengefasst. 

Willkommen zu Hause! © FZWG
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 © FZWG
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Sind Sie wohngeldberechtigt?

Menschen, die sich aus eigener Kraft am Wohnungsmarkt keinen angemessenen Wohnraum leisten können, erhalten zu den Mietkosten einen staatlichen Zuschuss, der angemessenes und familiengerechtes Wohnen sichern soll. Diesen Zuschuss nennt man Wohngeld.

Letztlich ist das Wohngeld ein – wenn auch geringer – Ausgleich für viele staatliche Regelungen, die das Wohnen verteuert haben und dazu führen, dass ein angemessener Wohnraum für manche Bürgerinnen und Bürger nicht mehr finanzierbar ist. Wohnen wurde vom Staat als Grundbedürfnis jedes Menschen anerkannt und wird daher unterstützt. Auf das Wohngeld haben Sie, wenn Sie die Berechtigungsvoraussetzungen erfüllen, ein Recht und sollten dieses auch in Anspruch nehmen.

Nicht zu verwechseln ist das Wohngeld mit den sogenannten Kosten der Unterkunft. Diese sind Bestandteil der Grundsicherung im Rahmen der Sozialhilfe. Auch Eigentümer können für selbst genutzten Wohnraum – als Zuschuss zur Belastung – Wohngeld erhalten.

Wohngeldberechtigt sind alle Personen, die zur Miete wohnen und deren monatliches Haushaltsgesamteinkommen unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt. Beispielsweise kann ein Einpersonenhaushalt in München mit 1.700 € Monatsverdienst (brutto) noch ein geringes Wohngeld beziehen. Bei alleinstehenden Rentnern sollte unabhängig vom Wohnort ein Anspruch bei einer Rente ab 1.000 € geprüft werden. 

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Bezieher von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder BAföG, da ihre Wohnkosten im Rahmen der Leistungen bereits berücksichtigt werden.

Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder, der Miete – oder bei Eigentümern nach der Belastung – und dem Gesamteinkommen. Als Haushaltsmitglieder zählen Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, Personen, die mit dem Wohngeldberechtigten zusammenleben oder bereit sind, Verantwortung füreinander zu tragen.Auch Verwandte in gerader Linie, wie Kinder, Pflegekinder und Pflegeeltern gehören dazu.

Je mehr Personen im Haushalt leben, umso höher ist die Einkommensgrenze. Die Berechnung des Wohngeldes erfolgt anhand sogenannter Mietenstufen. Gemeinden und Kreise werden anhand der durchschnittlichen Miethöhe vor Ort in Mietenstufen von I bis VI eingeteilt. Das bedeutet, dass nicht unbedingt die Miete, die Sie tatsächlich zahlen, zählt, sondern festgelegte Höchstbeträge, die wiederum von den Mietenstufen abhängen.

Bei Ihrem Gesamteinkommen zählt das Bruttoeinkommen. Von diesem Betrag werden abhängig von der Entrichtung von Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und Rentenversicherungsbeiträge abgezogen. Im Internet stehen Ihnen kostenlose Wohngeldrechner zur Verfügung, anhand derer Sie grob einschätzen können, ob Ihnen Wohngeld zusteht. Entsprechende Wohngeldrechner finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums des Inneren für Bau und Heimat www.bmi.bund.de Stichwort Wohngeldrechner 2020 oder unter www.wohngeld.org.

Das Wohngeld können Sie bei den Wohngeldbehörden der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltungen beantragen. Informieren Sie sich darüber, wer in Ihrer Gemeinde für das Wohngeld zuständig ist. Auf der Webseite der zuständigen Behörde erhalten Sie auch entsprechende Antragsformulare.

Wohngeld wird ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde, gewährt und in der Regel für 12 Monate bewilligt. Anschließend ist ein neuer Antrag erforderlich. Erhalten Sie bereits Wohngeld, so muss aufgrund der gesetzlichen Neuregelung grundsätzlich kein neuer Antrag gestellt werden. Allerdings gilt auch dies nur innerhalb des sogenannten Bewilligungszeitraums. Ist dieser abgelaufen, muss ein erneuter Antrag gestellt werden.

Mit der Änderung beim Wohngeld sind erstmals seit 2016 Leistungserhöhungen von durchschnittlich 30 Prozent verbunden. Außerdem werden mehr Haushalte als vorher wohngeldberechtigt sein und etwa 180.000 Haushalte in Deutschland werden erstmals oder erneut einen Wohngeldanspruch haben. Für einen Zweipersonenhaushalt steigt das Wohngeld beispielsweise von 145 € auf 190 € im Monat. Die Wohngeldreform enthält folgende wesentliche Änderungen:

  • Das Wohngeld wird alle zwei Jahre an die aktuelle Miet- und Einkommensentwicklung angepasst.
  • Die Parameter der Wohngeldformel werden angepasst, um die Zahl der Wohngeldempfängerinnen und -empfänger zu erhöhen und so die Reichweite des Wohngeldes zu vergrößern.
  • Die Mietenstufe VII wird eingeführt, um Haushalte in Gemeinden und Kreisen mit besonders hohem Mietenniveau gezielter bei den Wohnkosten zu entlasten.
  • Es gibt eine regional gestaffelte Anhebung der Miethöchstbeträge zur Anpassung an die regional differenzierte Mietenentwicklung.
  • Für pflegebedürftige oder behinderte Menschen gibt es künftig höhere Freibeträge.

Quelle: GdW - Die Wohnungswirtschaft Deutschland

Soziale Beratung in unserer Genossenschaft

Unser Team Sozialmanagement unterstützt Sie vertrauensvoll in Ihren Problemlagen, aber auch ganz allgemein in Ihrem Alltag. Wir möchten, dass Sie nicht nur wissen: "ich wohne bei einer Genossenschaft", sondern auch das Gefühl und die Sicherheit haben: „Ich habe eine FROHE ZUKUNFT“. Bei den Beratungen bieten wir Ihnen:

  • Unterstützung bei der Sicherung des Lebensunterhaltes
  • Sicherung des Wohnraumes durch Beratung bei Nutzungsgebührschulden
  • Unterstützung bei der Aufrechterhaltung eines gefährdeten Nutzungsverhältnisses
  • Begleitung zu Behörden und Ämtern (Wohngeld, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Krankenkassen etc.)
  • Vermittlung zu weiterführenden Hilfeanbietern oder betreuenden Hilfen
  • Vermittlung von Hilfsdiensten und Hilfsmitteln
  • Kontaktpflege zu Behörden und freien Trägern
  • Vermittlung bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, Lärmbelästigungen und Beschwerden
  • Unterstützung bei der Organisation des Alltags und beim Aufbau von sozialen Kontakten
  • Unterstützung bei der Organisation von Hausfesten oder Fragen zu den Veranstaltungen in unseren Nachbarschaftstreffs

SENIORENBERATUNG

Unsere SENIORENBERATERIN, Claudia Fehse, beantwortet Ihnen gern alle Fragen rund um gesundheitliche Themen. Gern besucht sie Sie auch in Ihren eigenen vier Wänden. Unsere weiteren gesundheitlichen Themen sind:

  • Sicher wohnen & leben mit dem DRK Hausnotrufdienst
  • Lebensqualität mit der Klingelerweiterung steigern
  • mit Rollator-/Rollstuhlboxen den Alltag besser meistern
  • in der Servicewohnung Rigaer Straße 7 viele Hilfsmittel hautnah austesten
  • mit Maßnahmen der Wohnraumanpassung ihr Zuhause nach Ihren Bedürfnissen verändern

WOHNRAUMERHALT

Wer seine Nutzungsgebühr nicht gezahlt und die fristlose Kündigung seiner Genossenschaftswohnung erhalten hat, muss nicht zwangsläufig seine Wohnung verlieren. Sind die Rückstände infolge von Zahlungsschwierigkeiten und persönlichen Notsituationen entstanden, können diese Schulden durch das Sozialamt als Beihilfe oder Darlehen übernommen werden, um das Nutzungsverhältnis fortzuführen und drohende Obdachlosigkeit zu vermeiden. Voraussetzung ist hierbei die Mitwirkung des Betroffenen bei der Darlehensprüfung und der regelmäßige Kontakt zu unserem Team Sozialmanagement.


Alle Beratungen sind kostenfrei und Ihre Problemsituationen werden vertraulich behandelt. Beratungstermine können Sie telefonisch vereinbaren. Auf Wunsch sind selbstverständlich auch Hausbesuche möglich. Unser Team hilft Ihnen gern bei der Bewältigung Ihres Alltags.

TEAM SOZIALMANAGEMENT

Claudia Fehse
(0345) 53 00 - 104

Florian Krauße
(0345) 53 00 - 130

Ina Kuglin
(0345) 53 00 - 109

Claudia Fehse (SENIORENBERATUNG) | (0345) 53 00 - 104 © FZWG
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Florian Krauße | (0345) 53 00 - 130 © FZWG
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Wir beraten Sie gern! © FZWG
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Große Steinstraße 8 | 06108 Halle (Saale)


Service-Telefon:
(0345) 53 00 - 181


Unsere Öffnungszeiten:

Vom 1. April bis voraussichtlich 31. Mai 2020 bleibt unser FROHE ZUKUNFT Wohn- und Spargeschäft geschlossen! Sie benötigen einen persönlichen Termin? Dann vereinbaren Sie diesen bitte per Service-Telefon, E-Mail oder über unser Meine FZWG Serviceportal

In unserer Geschäftsstelle sind keine Besuche ohne vorherige Terminabsprache möglich!


Mögliche Zahlarten:

Wir bieten Ihnen folgende Möglichkeiten zum Bezahlen Ihrer Nutzungsgebühren und/oder Genossenschaftsanteile: gern schließen wir ein SEPA-Lastschriftmandat ab oder Sie zahlen bequem mit Ihrer EC-Karte.


Anfahrt:

Wohn- und Spargeschäft:
Tram Alle Linien Richtung Markt
Ausstieg Marktplatz/Joliot-Curie-Platz
Geschäftsstelle:
Tram Linie 1 Richtung Frohe Zukunft
Ausstieg S-Bahnhof Dessauer Brücke


Parkmöglichkeiten:

Vor dem Eingang unseres Wohn- und Spargeschäftes befindet sich ein Behinderten-Parkplatz. Weiterhin können Sie anliegende Parkhäuser (z. B. am Hansering oder am Opernhaus) nutzen.

Direkt vor unserer Geschäftsstelle sind ebenso Parkplätze vorhanden.

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Baustellenkalender Stadtwerke Halle (Saale)

Alle aktuellen Infos zu Baustellen und Projekten der Stadt Halle (Saale) finden Sie hier:

Stadtwerke Halle/Baustellenkalender

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STÖRUNGSHOTLINE: (030) 25 777 777

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